Wie sind wir darauf gekommen, einen Raum der Stille zu schaffen?
Die eigenen Erfahrungen von Stille und Meditation weckten den Wunsch, einen Raum zu schaffen, in dem der äussere Rahmen dazu gegeben ist. Wir sind sehr dankbar, dass dies möglich wurde und dieser Raum nun allen Interessierten offen steht.
Nicht erst heute ist diese Sehnsucht nach Stille bei Menschen erwacht. Zu allen Zeiten suchten Menschen in der Abgeschiedenheit Ruhe und Stille, um sich selbst und Gott klarer zu hören, so auch die Propheten des Alten Testamentes, Johannes der Täufer und Jesus selber. Diese alte Tradition setzte sich im 2. – 4. Jahrhundert in Ägypten bei den so genannten Wüstenvätern fort. Sie haben verschiedene Formen und Methoden entwickelt, um einen meditativen Zugang zum Wort Gottes zu finden und sich ganz auf Gott auszurichten.
Was mit den Wüstenvätern begann, hat sich in Klöstern, Kommunitäten und verschiedenen Gemeinschaften bis heute fortgesetzt. Auch unser Raum der Stille reiht sich in diese Tradition ein.
Möge dieser Raum auch für Sie ein Ort sein, an dem Sie Stille und Wegleitung finden.
Der Raum der Stille ist in drei Räume aufgeteilt, in denen man die Wegstrecke vom «Loslassen» über das «Beschenken lassen» zum «Senden lassen» geht. Dieser äussere Weg beschreibt einen Weg abendländischer Meditation.
Zudem erinnert die Zahl drei an die Dreieinigkeit Gottes. Sie bleibt für uns Menschen ein Geheimnis, welches uns zum Staunen und zur Anbetung führt.
Jeder Raum beinhaltet Symbole, die dazu verhelfen, die ersehnte Stille vor Gott zu finden. Dazu gibt es Anleitungen und Gebete.
Die drei Räume drücken auch den inneren Weg der abendländischen Meditation aus: Loslassen – Beschenkenlassen – Sendenlassen.